Tipp suchen ..... Richtige Autopflege im Winter Richtig abblenden Starthilfe - Wie macht man’s richtig Was tun bei Kälte? Regelmäßig Sicherheitsgurte kontrollieren Sprit schützt im Stau vor eisiger Kälte "Blindflug" kann teuer werden Ohne freie Sicht geht es nicht Licht am Auto regelmäßig prüfen Farbenfroh statt grau in grau Spritsparendes Autofahren Was im Auto griffbereit sein sollte Tempo: Licht: Telefon: Verschiedenes:
Im kalten Zustand braucht jeder Motor mehr Kraftstoff. Den Motor daher schonend auf Betriebstemperatur warm fahren. Das schont die Umwelt und die Geldbörse.
Wer genügend Abstand zum Vordermann hält, ist sicherer unterwegs und kann Geschwindigkeitsunterschiede eleganter ausgleichen. Rollphasen können besser genutzt sowie der Verschleiß der Bremsen minimiert werden. Häufiges Bremsen und unnötiges Beschleunigen kosten Sprit, Zeit und Geld.
Man sollte den Mut haben, "Gas" zu geben. Ein Fahrzeug zu beschleunigen kostet mehr Kraftstoff. Daher sollte man so rasch wie möglich auf die gewünschte Reisegeschwindigkeit kommen. Bei konstanter Fahrt verbraucht das Fahrzeug weniger Sprit.
Das Motto lautet: "Früh hoch, spät runter schalten". Das Fahrzeug hat für jeden Betriebszustand, beladen oder unbeladen, mit und ohne Anhänger, bergauf und bergab, den passenden Gang. Beim Beschleunigen ist der Gang zu wählen, der den Drehmomentbereich des Fahrzeuges am Besten ausnutzt. Diesen Bereich erfährt man aus der Bedienungsanleitung des Fahrzeuges bzw. vom Fahrzeughersteller.
Unnötig hohe Drehzahlen vermeiden, denn diese kosten Sprit und erhöhen den Verschleiß. Man sollte mit möglichst niedriger Drehzahl fahren. Bei sehr vielen Fahrzeugen ist im Ortsgebiet der höchste Gang möglich! Das senkt den Verbrauch und mindert die Lärmbelastung.
Wenn das Fahrzeug im Schubbetrieb rollt, benötigt es keinen Kraftstoff. Durch konsequentes Ausnutzen von Rollphasen spart man am meisten Sprit und schont die Bremsen des Fahrzeuges. Grundsätzlich gilt: "Umso höher der Gang, desto länger die Rollphase, umso niedriger der Gang, desto größer die Motorbremswirkung." Auf Freilandstraßen kann man bis zu 500 m vor dem Ortsgebiet bereits den Fuß vom "Gas" geben, um die im Ortsgebiet erlaubte Höchstgeschwindigkeit ohne unnötiges Bremsen zu erreichen. Durch vorausschauende Fahrweise kann man Rollphasen auch im Ortsgebiet, zum Beispiel vor roten Ampeln, optimal nutzen. Dabei sollte man weder zum Verkehrshindernis werden noch die Flüssigkeit des Verkehrs durch zu langes und langsames Rollen behindern.
Im Stand Motor abschalten
Bei Stillständen den Motor ausschalten. Bei kurzen Wartezeiten ist zu bedenken, dass jeder Startvorgang Verschleiß an Motor, Starter und Batterie hervorruft. Wenn man nach vielen Startvorgängen eine neue Batterie kaufen muss, wird dieser Kauf mehr Kosten verursachen, als man sich möglicherweise erspart hat. Wenn man z. B. am Bahnübergang länger im Auto warten muss, sollte man den Motor abstellen. Ein Laufen am Stand verbraucht sinnlos Kraftstoff und belastet die Umwelt. Bevor man längere Zeit im Stau steht, kann man auch andere Fahrzeiten oder Strecken einplanen oder die nächste Raststation anfahren und den Stau abwarten.
Klimaanlagen, Sitzheizungen und Standheizungen sollte man einschalten, wenn es das "Wohlbefinden" während der Fahrt verlangt. Man sollte die Geräte ausschalten, wenn man diese Einrichtungen nicht benötigt. Diese Einrichtungen sind Sicherheitsfaktoren, denn wenn es einem Lenker gut geht, ist er konzentrierter und somit sicherer unterwegs. So können kosten- und zeitaufwändige Schäden vermieden werden.
Wenn ein Fahrzeug einen Tempomat hat, sollte dieser zum gleichmäßigen Fahren genutzt werden. Der Tempomat hat die Aufgabe, die Geschwindigkeit konstant zu halten. Vorsicht jedoch auf Bergetappen oder hügeligen Straßen, hier kostet der Tempomat unnötig Kraftstoff. Verwenden sollte man diese Einrichtung zum Beispiel auf der Autobahn oder ebenen Straßen.
Diese Geräte unterstützen den Lenker, den kürzeren oder optimalen Weg zu finden. Man spart Zeit, unnötigen Stress und kann sich besser auf einen wirtschaftlicheren Fahrstil und den Verkehr konzentrieren. Durch die Angaben des "Navi’s" kann man trotz unbekanntem Fahrweg zum Beispiel Rollphasen anwenden und Verschleiß, Zeit und Kraftstoff sparen.
Viele Fahrzeuge haben bereits einen Bordcomputer mit Verbrauchs- und Durchschnittgeschwindigkeitsanzeigen. Der Momentan- oder Durchschnittsverbrauch gibt Feedback über den eigenen Fahrstil. Wer diese Anzeigen im Fahrzeug nicht hat, kann auf den Tageskilometerzähler achten und so herausfinden, viel weiter man mit einer Tankfüllung kommt, wenn der Tankzeitpunkt gleich bleibt.
Den Reifendruck sollte man öfters kontrollieren. Zu geringer Druck lässt den Reifen schneller verschleißen und treibt den Spritverbrauch in die Höhe. Besonders bei beladenen Fahrzeugen, zum Beispiel vor der Urlaubsfahrt, sollte man den Reifendruck gemäß den Herstellerangaben anpassen. Wird der Reifendruck des Herstellers eingehalten, werden Rollphasen besser genutzt und Kraftstoff gespart!
Die Vorteile moderner, strömungsgünstiger Karosserien gehen durch den Dachträger verloren, der Luftwiderstand steigt an und der Verbrauch nimmt bedeutend zu.
Sprit spart, wer ab und zu das Auto entrümpelt und zum Beispiel die Schneeketten im Sommer und sonstiges unnötiges Gewicht aus dem Kofferraum entfernt. Bei der Bereifung ist zu bedenken, dass unnötig breite Reifen Gewicht und Rollwiderstand und damit den Verbrauch erhöhen.
Ein verschmutzter Luftfilter, alte Zündkerzen oder eine fehlerhafte Elektrik reduzieren die Motorleistung und treiben den Verbrauch gewaltig in die Höhe. Bei Dieselmotoren führen verstellte Einspritzpumpen oder verschlissene Einspritzdüsen zu mehr Spritverbrauch. "Deshalb mindestens einmal jährlich ein Service durchführen oder die optimale Motoreinstellung überprüfen lassen.
Richtige Autopflege im Winter
Wichtig im Winter: regelmäßige Autowäsche
Im Winter landen jährlich rund 1,5 Millionen Tonnen Streusalz auf unseren Straßen, davon etwa eine Million auf Autobahnen, Landes- und Bundesstraßen. Pro Autobahnkilometer beträgt der Salzeinsatz – je nach geografischer Lage – zwischen zehn und 50 Tonnen. Doch bei Glatteis gibt es keine Alternative. Immerhin: Ende der Siebzigerjahre verschleuderten die Streuwagen allein in den alten Bundesländern mit drei Millionen Tonnen noch doppelt soviel Salz das Umwelt und Auto gleichermaßen schadet.
„Das Salz greift neben Metall auch Lacke und Kunststoffe an, und wenn es in Wasser gelöst ist, dringt es selbst in kleinste Ritzen vor. Dem Rostfraß sind so Tür und Tor geöffnet. Deshalb gehört gerade im Winter die regelmäßige Fahrt durch die Waschanlage zum Pflichtprogramm eines jeden Autobesitzer.
Vor der Autodusche sollte man Türschweller mit einem Schwamm und klarem Wasser abspülen, denn die Reinigungsbürsten können die Falze meist nicht erreichen. Anschließend die Radkästen, Unterboden und den Kühlerbereich mit einer Dampfdüse von festgebackenen Krusten befreien. Dabei auf ausreichend Abstand achten, um Beschädigungen zu vermeiden.
„Nach der Wäsche Wachsreste von der Windschutzscheibe entfernen, um Schlierenbildung zu vermeiden. Denn klare Sicht ist gerade im Winter besonders wichtig. An besonders frostigen Tagen unterbindet ein Tropfen Graphitöl in den Türschlösser das Einfrieren.
Richtig abblenden
Viele verschenken Fernlicht und damit Sicherheit
Richtig eingesetztes Fernlicht ist ein Stück Sicherheit - und keine Unhöflichkeit oder gar Nötigung. Gerade auf Landstraßen und in Wäldern erhöht jeder Meter zusätzliche Sichtweite die Chance, Fußgänger, Tiere oder Hindernisse rechtzeitig zu erkennen.Nachfolgend ein paar Tipps für die effektive Nutzung des Fernlichts.
Solange man nur den Lichtschein eines entgegenkommenden Fahrzeugs sieht, etwa in Kurven oder an Kuppen, kann das Fernlicht anbleiben. Erst wenn das Auto sichtbar wird, muss abgeblendet werden. So kann man viel länger mit vollem Licht fahren, ohne den Entgegenkommenden zu stören.
Das Überholen mit Fernlicht ist in der Regel nicht zu beanstanden. Mit Rücksicht auf den Vorausfahrenden empfiehlt es sich jedoch erst dann aufzublenden, wenn man sich auf gleicher Höhe mit dem zu überholenden Fahrzeug befindet. Dann besteht keine Gefahr, durch reflektierendes Licht im Außenspiegel zu blenden. Der überholte Autofahrer ist übrigens nicht verpflichtet, mit Rücksicht auf den Überholenden abzublenden. Er kann darauf vertrauen, dass der Überholende rasch über die Reichweite seiner Scheinwerfer hinausgelangt. Allerdings darf man einem anderen Kraftfahrzeug nicht auf einer längeren Strecke bei geringem Abstand mit aufgeblendeten Scheinwerfern folgen. Das ist eine vermeidbare Belästigung und verstößt gegen § 17, Absatz 2, Satz 3 der Straßenverkehrsordnung (StVO).
Auch bei Gegenverkehr empfiehlt es sich, bereits dann wieder aufzublenden, wenn sich der Entgegenkommende auf gleicher Höhe befindet. So fährt man anschließend nicht in ein schwarzes Loch. Auch auf Autobahnen mit bepflanztem Mittelstreifen oder Blendschutzgittern darf das Fernlicht genutzt werden, wenn diese geradlinig verläuft und man selbst rechts fährt.
In Zukunft kann man das Auf- und Abblenden einer intelligenten Elektronik überlassen. Bereits im Serieneinsatz ist ein Kamera-gesteuerter Fernlichtassistent, der automatisch von Abblend- auf Fernlicht und zurück schaltet. Selbstverständlich kann der Fahrer jederzeit eingreifen und selbst umschalten.
Starthilfe - Wie macht man’s richtig
Nach einer frostkalten Nacht kommt manches Auto nur noch mit fremder Starthilfe vom Fleck. Laut UMS sollte dabei in der Nähe der Batterie nicht geraucht werden, zudem ist ein Starthilfekabel mit Prüfzeichen und isolierten Polzangen zu verwenden. Außerdem sollte man das Kabel von drehenden Motorteilen fernhalten. Die Kabel sind in der richtigen Reihenfolge anzuschließen. Dabei wie folgt vorgehen, wenn die Betriebsanleitung des Fahrzeugs nichts anderes vorschreibt: alle Stromverbraucher ausschalten, nur den Motor des Strom gebenden Autos laufen lassen. Das rote Kabel zuerst mit dem Pluspol der entladenen Batterie, danach mit dem Pluspol des Stromspenders verbinden. Das schwarze Kabel an den Minuspol der Strom gebenden Batterie anschließen und das andere Ende an den Motorblock oder ein leitendes Karosserieteil anklemmen. Den Motor des streikenden Autos – bis zu zehn Sekunden lang – anlassen. Wenn nötig, nach einer halben Minute Pause den Versuch wiederholen. Kabel anschließend in der umgekehrten Reihenfolge wieder abnehmen.
Was tun bei Kälte?
Klirrende Kälte lässt Diesel während der Fahrt frieren Beimengungen von 'Additiven' können einfrieren verhindern, Finger weg von Benzin.
Hauptsächlich Lkw mussten dieser Tage wegen gefrorenem beziehungsweise 'ausgeflocktem' Diesel abgeschleppt werden. Doch auch bei Pkw kommt es bei klirrender Kälte immer wieder vor, dass der Kraftstoff in Filter, Leitungen und Tank einfriert. Dass es überhaupt dazu kommen kann, dass Winterdiesel friert, hängt von der Zusammensetzung des Kraftstoffes ab. 'Paraffin - ein Bestandteil von Diesel - wird durch extreme Kälte, etwa bei minus 20 Grad, fest. Manchmal auch schon früher.
Was kann das Einfrieren von Kraftstoff verhindern?
Beimengungen von Fließverbesserern, wie Additive, sorgen dafür, dass Diesel bei starken Minusgraden nicht zu Wachs erstarrt.
Wer mit Zusätzen zum Kraftstoff hantiert, sollte aber unbedingt immer die Herstellerempfehlungen beachten. Eine Beimengung von Benzin, wie es früher oft gehandhabt wurde, ist heute nicht mehr zu empfehlen!
Beim Tanken immer auf qualitativ hochwertigen Dieselkraftstoff achten. Am besten bei der Tankstelle oder einer Fachwerkstätte ihres Vertrauens.
Regelmäßig den Diesel-Filter tauschen.
Was tun, wenn nichts mehr geht?
Das Auto abschleppen lassen und in einer Garage oder Werkstatt den gefrorenen Kraftstoff wieder auftauen lassen. Starthilfe mit Starterkabel ist hier absolut fehl am Platz.
Tipp zum Abschluss: Damit es erst gar nicht dazu kommt, wenn vorhanden, das Auto bei Kälte immer in der Garage parken.
UMS warnt vor fliegenden Eisschollen von Lastwagen
Böse Überraschung am Morgen: Es ist kalt, der Berufsverkehr drängt sich über die Autobahn und plötzlich schlägt eine Eisscholle vom vorausfahrenden Lkw in die Windschutzscheibe ein. Auch heute kam es wieder zu mehreren Unfällen, wo Eisschollen Windschutzscheiben zertrümmerten. Bestenfalls ist nur die Scheibe kaputt, im schlimmsten Fall werden die schweren Eisschollen zu lebensgefährlichen Geschossen. Ein zehn Kilo schweres Eisstück, das bei nur 50 km/h einschlägt, entwickelt bereits ein Aufschlaggewicht von ca. 550 Kilo.
Feuchtigkeit, die sich während der wärmeren Stunden ansammelt, gefriert über Nacht zu mehr oder weniger dicken Eisschichten. Auf den Lkw-Planen können sich leicht über hundert Liter Wasser ansammeln, das zu Eisblöcken gefriert. Erwärmt sich während der Fahrt das Fahrzeug oder flattern die Planen, lösen sich die Eisplatten und fliegen unkontrolliert durch die Gegend.
UMS fordert deshalb alle Lkw-Fahrer auf, darauf zu achten, dass die Dächer ihrer Fahrzeuge schnee- und eisfrei sind.
Regelmäßig Sicherheitsgurte kontrollieren
Bei aller Sicherheitstechnik im Auto: Der Gurt kann nach wie vor der entscheidende Lebensretter bei einem Unfall sein. Umso wichtiger ist eine regelmäßige Kontrolle der Gurte. Beginnt er an den Rändern auszufransen, oder zeigen sich Knickstellen oder Einrisse, so muss er umgehend ausgetauscht werden.
Auch beim Gebrauchtwagenkauf sollte man den Gurt genau inspizieren: Anschmelzspuren, Reibstellen oder eine wellige Oberfläche weisen eine starke Belastung des Gurtes bei einem Unfall hin. Auch hier ist ein Austausch notwendig. Potenzielle Käufer sollten im Zweifel einen Sachverständigen oder eine Fachwerkstatt zu Rate ziehen.
Auch wenn ein Gurt schon beim langsamen Herausziehen aus dem Aufrollautomaten sperrt ist er nicht mehr zu gebrauchen. Niemals sollte man aber den Automaten auf eigene Faust öffnen, warnen die Experten. Denn er steht unter Federspannung und kann dem Laien daher um die Ohren fliegen.
Um die Gurte für lange Zeit in gutem Zustand zu erhalten, sollte man sie möglichst nicht knicken, verdrehen oder einquetschen. Für die Reinigung eignen sich ein trockener Lappen oder eine weiche Kleiderbürste. Da sie das Kunstfasergewebe schädigen können, sollten keine chemische Reinigungsmittel verwendet werden.
Sprit schützt im Stau vor eisiger Kälte
Nicht nur im Mittel- und Hochgebirge müssen sich Autofahrer auf sehr niedrige Temperaturen, reichlich Schneefall und widrige Straßenverhältnisse einstellen. „Deshalb ist es wichtig, immer eine ausreichende Kraftstoffmenge an Bord zu haben, um in einer Notsituation oder im Stau das Fahrzeug beheizen zu können. Nie mit fast leerem Tank aufbrechen, bei Fernreisen am besten einen gefüllten Reservekanister einpacken.“ Hierbei gilt es, die Auslandsvorschriften zu beachten. Während es in Deutschland keine exakte gesetzliche Regelung gibt – Fachleute empfehlen maximal 20 Liter für den Pkw –, dürfen in Österreich, Italien, Slowenien und Frankreich maximal zehn Liter Zusatz-Sprit mitgeführt werden. Die Schweizer Behörden erlauben bis zu 25 Liter. Die Kanister müssen die DIN-Norm 7274 oder 16904 erfüllen.
Zur Winter-Grundausstattung gehört zudem ein Eiskratzer. Schutz vor eisiger Kälte im Schneechaos etwa auf der Autobahn bieten warme Decken, Handschuhe, Moonboots oder ein dicker Mantel. Bei einer Panne fällt die Orientierung in der Dunkelheit mit einer Taschenlampe leichter.
Für Mobilität sorgen Abschleppseil oder -stange, Starthilfekabel und Schneeketten. „Dabei empfiehlt es sich, die Kettenmontage bereits vor dem ersten Einsatz zu üben, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt. Außerdem leisten Sandsäcke, Klappspaten, Fuß- oder Gummimatten bei festgefahrenen Fahrzeugen gute Dienste.
"Blindflug" kann teuer werden
Autofahrer, die bei Eis und Schnee nur ein Guckloch frei kratzen und quasi im 'Blindflug' starten, riskieren im Falle eines Unfalls ihren Kasko-Versicherungsschutz.
Wer morgens mit dem Auto in die Praxis oder ins Büro fährt, muss nicht überrascht sein, wenn Scheiben verschneit und vereist sind. Viele Autofahrer nehmen sich aber leider nicht die Zeit, vor Fahrtbeginn für klare Sicht zu sorgen. Die ganz Faulen kratzen nur einen Sehschlitz frei und überlassen den Rest dem Gebläse und den Scheibenwischern. Wer so handelt, gefährdet nicht nur sich und andere, sondern riskiert im Falle eines Unfalls auch seinen Kasko-Versicherungsschutz. Selbst dann, wenn ein anderer den Unfall verursachte - etwa durch Missachtung einer roten Ampel - muss sich der Fahrer unter Umständen eine Mithaftung anrechnen lassen.
Nicht vergessen: wintertauglichen Scheibenreiniger nachfüllen
Es ist im Sinne der Sicherheit und eines guten Durchblicks wichtig, im Winter rechtzeitig Scheibenreiniger mit Frostschutz nachzufüllen.
Durch Schneematsch, Spritzwasser und Streusalz verschmutzte Scheiben können zum gefährlichen Sicherheitsrisiko werden, da die Sicht durch die Verschmutzungen und den durch Salzrückstände bewirkten 'Grauschleier' auf den Scheiben erheblich beeinträchtigt werden kann.
Um dieses Sicherheitsrisiko auszuschließen, muss die Scheibenwaschanlage wintertauglich sein. Dazu ist es erforderlich, daß die Autofahrer den Flüssigkeitsstand regelmäßig überprüfen und beim Nachfüllen Frostschutzmittel zumischen, die auf ausreichende Kältebereiche ausgelegt sind.
Dabei sollte man auch daran denken, daß die Düsen nicht zufrieren, denn was nützt ein Behälter voller einsatzbereitem Wischwasser, wenn dieses die Scheibe nicht erreichen kann. Um das Zufrieren der Düsen zu verhindern, sollte man das Mischungsverhältnis für etwa minus 20 Grad auslegen und nach dem Auffüllen mehrmals die Pumpe betätigen, damit der Frostschutz in allen Leitungen verteilt wird und ein Einfrieren verhindern kann. Wer auf eine längere Fahrt geht, sollte eine Reserveflasche Frostschutz als Sicherheit mitnehmen.
Ohne freie Sicht geht es nicht
Klar gibt es frühmorgens schönere Beschäftigungen, als Autoscheiben von Eis und/oder Schnee zu befreien. Leider bleibt während der kalten Jahreszeit aber die lästige Pflicht nicht erspart, für klare Sicht zu sorgen. Manche machen es sich bequem, indem sie ihren Pkw mit einer Standheizung ausstatten lassen. Die erwärmt nicht nur den Innenraum, sondern taut auch den eisigen Belag. Wer sich diese angenehme Einrichtung nicht leisten kann oder will, muss die winterlichen Begleiterscheinungen halt per Hand tilgen. Dabei sollte man erst vorsichtig mit der grob gezackten Seite eines Kunststoff-Eiskratzers die oberste Eisschicht anritzen und auflockern, dann mit der glatten Kante alles zur Seite schieben, und schließlich mit der Gummilippe die letzten Reste entfernen. Auf gar keinen Fall Metallkratzer verwenden oder gar mit heißem Wasser arbeiten. Beides würde zu Beschädigungen bzw. Rissbildung im Glas führen. - Übrigens kann man eine Standheizung auch nachrüsten.
Licht am Auto regelmäßig prüfen
„Unter den Blinden ist der einäugige König', dieser Sinnspruch kann bei Autos gerade in dieser Jahreszeit sehr gefährlich werden. Verkehrsteilnehmer müssen deshalb darauf achten, dass die Beleuchtung in Ordnung ist, denn morgens wird es erst spät hell, abends schon früh dunkel, zudem sorgen immer wieder auch starke Schneefälle für schlechte Sicht.
Auch defektes oder falsch eingestelltes Abblendlicht ist gefährlich. Sind beide Scheinwerfer kaputt, ist bei schlechten Sichtverhältnissen nicht nur die eigene Sicht stark eingeschränkt, auch entgegenkommende Fahrzeuge können den „Blinden' kaum ausmachen. Der „Einäugige' sorgt mit seinem defekten Scheinwerfer beim Gegenverkehr leicht für Fehleinschätzungen und wird im ersten Moment oft nur als Motorrad wahrgenommen. Funktionieren beide Scheinwerfer, dann sollte noch die richtige Einstellung überprüft werden, um den Gegenverkehr nicht zu blenden.
Eine Sichtprüfung kann jeder vor Fahrtbeginn schnell selbst durchführen. Für die richtige Einstellung des Abblendlichtes benötigt man spezielle Messgeräte. Bei Verdacht, dass das Abblendlicht falsch eingestellt ist, zum Beispiel, wenn man vom Gegenverkehr öfter mit der Lichthupe darauf aufmerksam gemacht wird, dann sollte man eine Werkstatt aufsuchen, wenn sich das Licht nicht vom Armaturenbrett aus justieren lässt.
Wer mit defektem Licht unterwegs ist, muss bei einer Kontrolle mit einem Bußgeld von 21,- Euro rechnen.
Farbenfroh statt grau in grau
Im Winter ist nicht nur der Himmel grau. Auch viele Autos sehen durch Schmutz, Schneematsch und Streusalz etwas farblos aus. Wer seinen Pkw in altem Glanz erstrahlen lassen will, sollte ihn auch in der kalten Jahreszeit regelmäßig und gründlich pflegen. Am einfachsten geht das in einer modernen Waschstraße. Während eines Besuchs wird hier das Fahrzeug gesäubert, mit Wachs versiegelt und erhält eine Unterbodenreinigung. Damit schützen die Besitzer ihr Gefährt nicht nur vor Rost und sorgen für einen besseren Werterhalt, sondern entfernen auch den Dreck, der sich auf Karosserie, Beleuchtung und Scheiben angesammelt hat. Der positive Effekt: Man sieht besser, wird besser gesehen und kommt sicherer durch den grauen, kalten Winter. Sonnenbrille gehört im Winter zur 'Grundausstattung' des Autofahrers. Wir empfehlen im Winter eine Sonnenbrille im Auto zu haben, da Schnee auf der Straße in Kombination mit tiefstehender Sonne zu Blendungen führt. Hilft auch der Einsatz der Sonnenbrille nicht weiter, sollte man anhalten, um sich und andere nicht zu gefährden.
Spritsparendes Autofahren
Spar-Fahrtechniken
Sofort losfahren!
Starten Sie den Motor ohne Gas, alles andere kostet Sprit und bringt eventuell die Motorelektronik durcheinander. Ebenso unnötig ist es, den Motor warmlaufen zu lassen. Fahren Sie den Motor lieber mit gleichmäßigen, niedrigen Drehzahlen warm.
Sofern es die Verkehrssituation erlaubt, sollten Sie einmal kräftig beschleunigen und schnell in einen höheren und somit effizienteren Gang schalten.
Räumen Sie auf!
Jedes Kilo, das Sie als Ballast in Ihrem Auto mitfahren lassen, steigert den Verbrauch. Wiegt ein Mittelklassewagen 1.500 Kilogramm, dann steigern 100 kg Zusatzgewicht den Verbrauch um rund sechs Prozent, oder anders ausgedrückt etwa 3,5 Liter pro Tankfüllung.
Räumen Sie Ihr Auto auf und nehmen alles Überflüssige heraus. Die Schneeketten werden Sie im Sommer kaum brauchen, und die Einkäufe fühlen sich im Kühlschrank wohler als im Kofferraum. Achten Sie auf Ihre Spritanzeige, dann können Sie sich den Reservekanister sparen.
Und auch der Dachgepäckträger sollte nach dem Urlaub wieder in die Garage. Bei Tempo 120 steigt der Spritbedarf mit Dachträger um rund 20 Prozent. Wenn Fahrräder mit dem Auto transportiert werden sollen, ist ein Heckträger die sparsamere Variante.
* Mehr Druck, weniger Benzin.
Viele Autofahrer nutzen den Tankstopp um ihre Scheiben zu waschen. Das ist richtig, denn nur wer gut sieht, fährt sicher. Ebenso regelmäßig sollten Sie den Luftdruck Ihrer Reifen kontrollieren.
Die Angaben für den korrekten Druck der Reifen finden Sie auf der Innenseite des Tankdeckels oder der Fahrertür, sowie in der Bedi enungsanleitung Ihres Fahrzeuges. Die Angaben des Reifendrucks sind zumeist "Komfortangaben". Erhöhen Sie den Druck um 0,2 Bar über das angegebene Maß, und Sie sparen bis zu fünf Prozent Kraftstoff. Außerdem verkürzt sich der Bremsweg und der Verschleiß der Reifen wird geringer.
Übrigens: Breitreifen sehen zwar sportlich aus, erhöhen aber den Rollwiderstand und sind anfällig für Aquaplaning .
Pflegen Sie Ihr Auto Auch Menschen, die ihr Auto als reinen Gebrauchsgegenstand sehen, sollten es regelmäßig pflegen. Um Benzin zu sparen, sollten Zündkerzen, Luftfilter, aber auch das Öl regelmäßig kontrolliert und gewechselt werden.
Dabei können Sie auf Motor-Öl-Additive getrost verzichten. Studien haben gezeigt, dass diese den Ölverbrauch nicht nachweisbar senken.
Stoßzeiten vermeiden In den Hauptverkehrszeiten ist Autofahren besonders stressig und langwierig. Staus belasten nicht nur Ihre Nerven sondern durch das ständige Anfahren auch den Tank.
Bereits bei Haltezeiten von über fünfzehn Sekunden lohnt es sich, den Motor auszumachen. Warten Sie und fahren lieber drei Autolängen auf einmal, anstatt ständig im ersten Gang zu "schleichen". Die beste Sparmaßnahme ist natürlich, Staus und Stockungen gänzlich zu vermeiden.
Seien Sie Individualist und planen Ihre Fahrten wenn möglich so, dass Sie fahren, wenn nicht alle anderen fahren. Informieren Sie sich über Stauprognosen und hören auf die aktuellen Staumeldungen.
Klug kaufen Bereits bei der Anschaffung Ihres Autos sollten Sie auf die Öko-Bilanz des Wagens achten. Oftmals tun es auch ein paar PS weniger. Wenn ein teuerer Wagen weniger Sprit verbraucht, ist der höhere Anschaffungspreis vielleicht bald herausgefahren. Den Komfort einer Automatikschaltung bezahlen Sie mit einem Mehrverbrauch von 1-1,5 Litern.
Gemeinsam ans Ziel Fahrgemeinschaften sorgen dafür, dass nicht drei Autos in die gleiche Richtung fahren, sonder nur eins mit drei Mitfahrern. Sprechen Sie sich mit Kollegen oder den Eltern anderer Kinder ab. Vereint sparen Sie und haben sogar noch nette Unterhaltung.
Laufen kostet gar nix Am meisten Benzin spart ein Auto, wenn es nicht fährt. Gerade Kurzstrecken sind wahre Energiefresser, da ein kalter Motor, also während der ersten zwei Kilometer, doppelt bis dreimal so viel Sprit verbraucht wie im warmen Zustand.
Lassen Sie den Wagen stehen und laufen Sie kurze Strecken lieber zu Fuß oder fahren mit dem Rad. Das ist nicht nur billig, sondern auch gesund.
Gleiten statt rasen Das größte Sparpotential Ihres Autos haben Sie selbst in der Hand - und im Fuß. Wer früh in den nächsten Gang schaltet, nutzt das Sparpotential seines Wagens am besten aus, da der Verbrauch auch von der Drehzahl des Motors abhängt.
Am besten schalten Sie, wenn die Nadel des Drehzahlmessers zwischen 1.000 und 2.500 Touren anzeigt. Probieren Sie aus, ab welcher Drehzahl der nächste Gang eingelegt werden kann, ohne dass Ihr Auto vibriert oder rüttelt.
Nutzen Sie den ersten Gang nur zum Anfahren, schalten Sie zügig durch, und halten die gewünschte Geschwindigkeit in einem hohen Gang bei niedriger Drehzahl. Die meisten Autos lassen sich auch in der Stadt bei Tempo 50 problemlos im fünften Gang fahren.
Wer vorausschauend fährt, genügend Sicherheitsabstand wahrt und im Verkehrsfluss mitschwimmt ohne zu rasen, wird sich wundern, wie groß das Einsparpotential wirklich ist. Rollen statt rasen lautet die Devise auch auf der Autobahn. Beim Beschleunigen wird Energie verbraucht, beim Bremsen ebenso.
Schubschaltung spart Gerade auf Autobahnen führt die gleitende Fahrweise dazu, dass häufiges Bremsen unnötig ist. Oft genügt es, einfach den Fuß vom Gas zu nehmen. Der Motor wird dann "geschoben" und Sie werden langsamer, ohne die Bremsen Ihres Autos zu verschleißen.
Die Schubabschaltung in Motoren ab Baujahr 1990 sorgt dafür, dass nun kein Benzin mehr verbraucht wird. Generell gilt: wollen Sie die Geschwindigkeit verringern, gehen Sie vom Gas, aber lassen Sie einen Gang eingelegt.
Je kleiner der gewählte Gang, desto größer die Bremswirkung der Motorbremse. Dies gilt natürlich auch für Bergabfahrten, in denen man so die Bremsen entlastet.
Leerlauf nutzen Wenn Sie möglichst weit "rollen" möchten, können Sie auch in den Leerlauf schalten. Im Leerlauf muss der Motor nicht gezogen werden und bremst das Auto somit nicht ab.
Ein Motor im Leerlauf benötigt allerdings Energie um sich selbst am Laufen zu halten. Deshalb sollten Sie an roten Ampeln oder Bahnschranken oder in Staus bei Stopps ab 15 Sekunden den Motor ausschalten und ohne Gas wieder starten.
Moderne Starter sind auf so viele Startvorgänge ausgelegt, dass der Verschleiß nicht relevant ist.
Wichtig: den Motor erst dann ausschalten, wenn Sie wirklich stehen, da Servolenkung, Bremskraftverstärker und ABS nur bei laufendem Motor funktionieren.
Technik kostet Benzin Beim Autofahren sollte man einen kühlen Kopf bewahren. Wen die Hitze plagt, fährt unkonzentriert. Klimaanlagen kühlen den Innenraum ab und erhöhen die Sicherheit beim Fahren. Doch so wie ein Kühlschrank Strom verbraucht, benötigt auch eine Klimaanlage Energie. Entscheidend ist dabei, wie groß der Temperaturunterschied zwischen Innen- und Außentemperatur ist. Wenn die Klimaanlage stark kühlt, muss die Lichtmaschine mehr Energie liefern und der Verbrauch steigt. Pro Stunde Betriebszeit kann die Anlage bis zu einem Liter Sprit verbrauchen. Wer die Temperatur höher wählt, benötigt etwa 0,3 bis 0,7 Liter pro Stunde. Wenn Sie kühlen, sollten die Fenster geschlossen bleiben. Wer lieber die Fenster öffnet und auf die Klimaanlage verzichtet, spart nicht unbedingt. Bei Geschwindigkeiten ab 80 km/h erhöhen das geöffnete Fenster und Schiebedach den Luftwiderstand - und somit den Verbrauch in ähnlicher Höhe wie die Klimaanlage. Auch andere elektrische Helferlein treiben den Benzinkonsum in die Höhe. Wer erst nach 100 km bemerkt, dass er seine Heckscheibenheizung nicht ausgemacht hat, ärgert sich über 0,1 Liter Mehrverbrauch.
Was im Auto griffbereit sein sollte
Tempo:
Bei der Geschwindigkeit sind viele Länder nicht so nachsichtig wie Deutschland. Maximal 35 Euro ist ein Raser in Deutschland los, wenn er 20 km/h zu viel drauf hat. In der Schweiz kostet eine Geschwindigkeits-Überschreitung um 1-5 km/h Innerorts 40 Franken Buße – das sind immerhin knapp 26 Euro. Wer in einer Ortschaft 20 Stundenkilometer zu schnell unterwegs ist, muss sogar 160 Franken hinblättern. Diese gut 100 Euro fehlen dann in der Reisekasse – und den Ärger hat man obendrein. In Belgien sind mindestens 150 Euro fällig, in Italien 140, bei uns in Österreich zwischen 20 und 55 Euro und in Spanien sogar bis zu 300 Euro.
Urlaubsreisende sollten auch die allgemein zulässigen Höchstgeschwindigkeiten kennen. Das sind in der Schweiz auf Landstraßen beispielsweise nicht wie bei uns und Deutschland 100 km/h, sondern nur 80 – wer das nicht weiß, kann schnell 240 Franken (ca. 155 Euro) los sein, wenn er mit 16-20 km/h zu viel erwischt wird.
Die Höchstgeschwindigkeiten in den wichtigsten Urlaubsländern:
Land Höchstgeschwindigkeit (km/h)
innerorts / außerorts / Autobahn
Belgien 50 / 90 / 120
Bulgarien 50 / 90 / 120
Dänemark 50 / 80 / 130
Frankreich 50 / 90 / 130
Griechenland 50 / 90-110 (beschildert) / 120
Holland 50 / 80 / 120
Italien 50 / 90 / 130-150 (beschildert),
bei regennasser Fahrbahn 110
Kroatien 50 / 90 / 130
Österreich 50 / 100 / 130
(nachts auf manchen Autobahnen 110)
Polen 50 (zwischen 23 und 5 Uhr: 60) / 90 / 130
Schweiz 50 / 80 / 120
Slowakei 60 / 90 / 130
Slowenien 50 / 90 / 130
Spanien 50 / 90 / 120
Tschechische Republik 50 / 90 / 130
Ungarn 50 / 90 / 130
Weitere Informationen zu den Verkehrsregeln im Ausland gibt es beispielsweise bei den Automobilclubs. Empfehlenswert ist die Seite des österreichischen ÖAMTC, der viele Länderinformationen übersichtlich aufbereitet hat.
Licht:
In Kroatien, Slowenien, Ungarn und Dänemark muss man auch tagsüber mit Abblendlicht unterwegs sein. In Frankreich gilt das nur in Tunnels und bei Niederschlag, in Italien außerorts.
Telefon:
Das Telefonieren am Steuer ohne Freisprech-Einrichtung ist in Österreich zu Jahresbeginn teurer geworden. Statt 21 sind nun 25 Euro fällig. In Portugal sind die Erhöhungen sogar noch deutlicher ausgefallen: Wer ohne Freisprech-Einrichtung beim Telefonieren erwischt wird, zahlt jetzt mindestens 120 Euro (bislang 25 Euro). Auch andere Länder langen bei Handy-Sündern kräftig zu: In Griechenland drohen laut ADAC bis zu 150 Euro Bußgeld, in Holland 140 Euro und in Ungarn bis zu 125 Euro; die Norweger kassieren bis zu 120 Euro.
Verschiedenes:
In Österreich ist auch für Motorradfahrer das Mitführen eines Verbandskastens vorgeschrieben. In Polen haben Straßenbahnen grundsätzlich Vorfahrt, in Spanien und Italien ist das Abschleppen auf der Autobahn verboten. Und wer in Belgien seine Strafe nicht sofort oder am nächsten Geldautomaten begleichen kann, muss damit rechnen, dass sein Fahrzeug beschlagnahmt wird.
Übrigens: Ein Rechtshilfeabkommen zum Eintreiben der Bußgelder gibt es nur zwischen Deutschland und Österreich. Europaweit werden Bußgeldbescheide wohl erst ab 2007 vollstreckt. Allerdings ist es in manchen Ländern üblich, dass Verkehrssünder gleich einen Betrag hinterlegen müssen, der sich etwa in Höhe der zu erwartenden Buße bewegt. Und wer das nächste Mal wieder in das Land einreist, dessen Vorschriften er missachtet hat, kann durchaus auch später noch zur Kasse gebeten werden.