Info suchen ..... Verkehrssünden im Ausland Achtung bei Verjährungsfrist Schikanen im Ausland Immer wieder Probleme mit Radarfotos Kontrollen mit Anhaltung an Ort und Stelle ÖAMTC-Rechtsberatung Autobahngebühren in Europa Verkehrskontrollen im In- und Ausland
Verkehrssünden im Ausland
Ab 22. März sollten Verkehrsstrafen europaweit gegenseitig vollstreckt werden können. In den meisten Mitgliedstaaten wurden die gesetzlichen Rahmenbedingungen dafür aber nicht rechtzeitig geschaffen - auch in Österreich nicht. "Bei uns wird es wahrscheinlich ab Sommer möglich sein, ausländische Bußgelder über 70 Euro einzutreiben", sagt ÖAMTC-Juristin Verena Hirtler. Bis dahin hat der Gesetzgeber noch alle Hände voll zu tun, Rechtsschutzdefizite auszumerzen.
Achtung bei Verjährungsfrist
Von 27 EU-Ländern sind dem Club bisher nur drei bekannt, die die gesetzlichen Rahmenbedingungen zeitgerecht geschaffen haben, nämlich Frankreich, Großbritannien und die Niederlande. Da Strafen aber auch im Nachhinein noch eingefordert werden können, mahnt der Club bei Auslandsreisen zur Vorsicht.
"Im Gesetz ist derzeit kein Rückwirkungsverbot vorgesehen. Das bedeutet, dass auch Strafen vollstreckt werden können, die noch nicht verjährt sind", sagt die ÖAMTC-Juristin. In Italien oder Tschechien verjähren Verkehrsstrafen zum Beispiel erst nach fünf Jahren. Wer über Ostern einen Abstecher ins Ausland plant, sollte sich daher nicht in der falschen Sicherheit wiegen, nach einer Verkehrsübertretung ungeschoren davon zu kommen.
Schikanen im Ausland
Autofahrer fühlen sich immer wieder von ausländischen Behörden schikaniert oder schlichtweg abgezockt. Der derzeit vorliegende Gesetzesentwurf kann dem wenig entgegensteuern. So sieht dieser keine Verpflichtung der österreichischen Behörden vor, die Fairness eines Verfahrens zu überprüfen. "In einem fairen Verfahren erhält der Betroffene die Möglichkeit, in seiner Sprache vor der Behörde auszusagen und seine Sicht der Dinge darzulegen. Außerdem wird er über seine wesentlichen Rechte, z.B. Rechtsmittel und Rechtsfristen, aufgeklärt", erklärt Hirtler.
Immer wieder Probleme mit Radarfotos
Derzeit hat Österreich nur ein entsprechendes Vollstreckungs-Abkommen mit Deutschland. Probleme gibt es aber immer wieder mit Radarstrafen, weil Lenker bei uns nur von hinten geblitzt werden. In Deutschland ist die zweifelsfreie Erkennbarkeit des Lenkers auf dem Foto nötig, weil der Zulassungsbesitzer nicht verpflichtet werden kann, den Lenker zu nennen. Radarfotos werden dort von vorne aufgenommen.
"Damit deutsche oder andere ausländische Verkehrsrowdies nicht ungeschoren davon kommen, muss es auch in Österreich möglich werden, Radarfotos von vorne zu machen", fordert die ÖAMTC-Juristin. Technisch ist diese Änderung bereits realisierbar. "Tun wir das nicht, können deutsche Staatsbürger auch in Zukunft nicht verfolgt werden, weil sie sich auf ihr Recht auf Auskunftsverweigerung berufen können."
Kontrollen mit Anhaltung an Ort und Stelle
Generell spricht sich der Club für vermehrte Kontrollen mit Anhaltung an Ort und Stelle aus. "Das hat einen für die Verkehrssicherheit wichtigen bewusstseinsbildenden Effekt und die Bußgelder bleiben in diesem Fall in Österreich", betont die ÖAMTC-Juristin abschließend.
ÖAMTC-Rechtsberatung
Wer einen ausländischen Strafzettel bekommt und Zweifel hat, kann sich an die Club-Juristen wenden. Die Rechtsberatung ist im Rahmen des ÖAMTC-Schutzbrief-Notrufes unter +43 (0)1 25 120 00 rund um die Uhr erreichbar.
Autobahngebühren in Europa
Autobahngebühr Bulgarien Bei der Einreise wird für alle Fahrzeuge eine pauschale Gebühr von etwa 8,70 Euro für Pkw erhoben. Dazu kommt eine entfernungsabhängige Maut für die Benutzung von Autobahnen sowie drei- und vierspurigen Straßen. Deshalb muss das Fahrziel angegeben werden. Die Mautpreise liegen zwischen 5 und 15 Euro.
Autobahngebühr Dänemark Die Brücke über den Großen Belt ("Storebaelt") zwischen den Inseln Fünen und Seeland ist mautpflichtig. Für einen Pkw bis 3,5 Tonnen kostet die Fahrt etwa 30 Euro, für ein Motorrad ca. 16 Euro. Außerdem ist die Öresund-Brücke zwischen Kopenhagen (Dänemark) und Malmö (Schweden) gebührenpflichtig und kostet für Pkw etwa 28 Euro, für Motorräder ca. 15 Euro. Es kann mit Kreditkarte oder bar gezahlt werden.
Autobahngebühr Deutschland Lastwagen müssen von 2003 an auf allen deutschen Autobahnen durchschnittlich 15 Cent pro Kilometer Gebühren zahlen. Mehr
LKW-Maut Deutschland. Die Lage im Zentrum Europas macht Deutschland zur Drehscheibe für den internationalen Lkw-Verkehr. Das ständig wachsende Gütertransportaufkommen führt zu erheblichen Belastungen der deutschen Autobahnen und erfordert hohe Investitionen für Erhalt, Ausbau und Erneuerung. Alle schweren Lkw ab 12 Tonnen müssen auf Deutschlands Autobahnen für die zurückgelegte Strecke zahlen - unabhängig von ihrem Herkunftsland. Deutschland stellt damit von der Zeitbezogenen Eurovignette auf eine Streckenbezogene Abrechnung um. Die Einhaltung der Mautpflicht wird auf zwei wegen geprüft: Bei der stationären Kontrolle erfassen Sensoren an Kontrollbrücken die Lkw. Deren Daten werden dann mit dem Rechenzentrum oder dem Fahrzeuggerät abgeglichen. Ergänzend dazu sind rund 300 Teams des Bundesamts für Güterverkehr (BAG) auf allen Autobahnen unterwegs und überwachen den korrekten Ablauf der Mauterhebung. Verantwortlich für die Kontrolle der Mauterfassung ist das BAG. Toll Collect liefert die notwendige Technik, um äußere Merkmale wie Achszahl und Gesamtgewicht des Lkw zu bestimmen und das Kennzeichen zu vergleichen. Wird festgestellt, dass ein Lkw für die entsprechende Strecke nicht eingebucht ist, hält das BAG das Fahrzeug zu einer genaueren Überprüfung an.
Mautsätze und Preise der LKW-Maut Schwere Nutzfahrzeuge werden in Kategorien auf Grund ihrer Emissionsklasse nach § 48 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung wie folgt zugeordnet: LKW über 12 Tonnen Kategorie A Kategorie B Kategorie C bis 3 Achsen 9 Cent 11 Cent 13 Cent 4 oder mehr Achsen 10 Cent 12 Cent 14 Cent (Preise in EUR Cent / KM) Angaben ohne Gewähr
Dass eine allgemeine Autobahngebühr über kurz oder lang kommen wird, macht auch der Blick ins Ausland klar. Die EU-Kommission geht davon aus, dass der Lkw- binnen fünf Jahren eine Pkw-Maut folgen wird.
Autobahngebühr Frankreich Fast alle Autobahnstrecken sind mautpflichtig, für Pkw kosten 100 Autobahnkilometer etwa 5 Euro. Für Motorräder, Wohnmobile und Lkw gelten Staffelpreise. Die Gebühren können in bar oder mit Kreditkarte (alle gängigen Karten werden akzeptiert) beglichen werden. Bei Fremdwährung werden nur Banknoten angenommen. Autos und Motorräder zahlen für den Frejus-Tunnel und den Mont Blanc-Tunnel einfch 15,30 Euro, hin und zurück 19,30 Euro. Die Stadtumgehungsautobahnen von Paris, Lyon, Bordeaux und Marseille sind gebührenfrei, ebenso einige kurze Autobahnabschnitte in Grenznähe (zum Beispiel Saarbrücken - Metz).
Autobahngebühr Griechenland Straßenbenutzungsgebühren gibt es auf etwa zehn Autobahnabschnitten zwischen Evzoni, Thessaloniki, Athen, Patras und Tripoli. Die Preise betragen für Pkw 1 bis 3,50 Euro, Busse und LKW zahlen je nach Entfernung bis zu 5 Euro. Die Gebühren zählen europaweit zu den niedrigsten.
Autobahngebühr Italien Italien besitzt das älteste Mautsystem in Europa mit rund 80 gebührenpflichtigen Strecken. Die Gebühr wird auf zwei verschiedene Arten berechnet: Das "geschlossene" System gilt für den Großteil der Autobahnen - die Gebührenhöhe richtet sich nach der Streckenlänge. Pro 100 Kilometer sind für Pkw etwa 5 Euro fällig. Für Motorräder, Wohnmobile und Lkw gelten Staffelpreise. Das "offene" System, bei dem an der Mautstation ein Pauschalbetrag bezahlt wird, kommt auf folgenden Strecken zum Einsatz: Como-Milano, Varese-Milano, Torino-Bardonecchia, Morgex-Aosta,Roma-Civitavecchia, Napoli-Salerno, Messina-Furiano und Cefalù-Buonfornello. Südlich von Neapel und auf Sizilien gibt es einige gebührenfreie Abschnitte.
Autobahngebühr Serbien-Montenegro Eine Fahrt durch Serbien-Montenegro ist sehr teuer. Auf allen Autobahnen und einzelnen Schnellstraßen wird eine Maut erhoben, die immer bar und in Euro gezahlt wird muss. Je nach Entfernung fallen zwischen 10 bis 23 Euro für einen Pkw an, für Motorräder 8 bis 15 Euro. Hinzu kommt eine Fahrzeugversicherung, die bei einer Durchfahrt durch Serbien-Montenegro auf 77 Euro hin und zurück kommt. Diese entfällt wird die grüne Versicherungskarte mitgeführt. Die Fahrt auf dem so genannten Autoput, die kürzeste Landverbindung über Slowenien, Kroatien, Serbien-Montenegro und Mazedonien nach Griechenland, ist wieder möglich, allerdings wegen der hohen Gebühren in Serbien-Montenegro teuer und auch langwierig.
Autobahngebühr Kroatien Die Straßengebühren betragen 1 bis 8 Euro und werden auf allen Autobahnen mit Ausnahme der Neubaustrecken auf der Halbinsel Istrien fällig. Gebührenpflichtig ist außerdem der Ucka-Tunnel und die Brücke zur Insel Krk. Für Wohnmobile, Anhänger und Lkw gelten Staffelpreise.
Autobahngebühr Mazedonien Die Gebühren für die zwei Autobahnen in Mazedonien können in bar oder mit Coupons bezahlt werden. Die Strecke Tetovo - Gostivar kostet etwa 7 Euro, die Strecke Kumanovo - Gradsko etwa 26 Euro.
Autobahngebühr Niederlande Es gibt zwei gebührenpflichtige Strecken: Der Kiltunnel zwischen Dordrecht und Hoekse Waard kostet für Pkw und Motorräder etwa 1,50 Euro, für Autobusse 4,60 Euro. Für die Willem-Alexander-Brücke zahlen Pkw 1,50 Euro, Busse 5 Euro.
Autobahngebühr Norwegen Straßengebühren werden an einigen Straßen, Brücken, Tunnels und in ein paar Innenstädten erhoben, sie betragen zwischen 2 bis 15 Euro.
Autobahngebühr Portugal Für die Benutzung der Autobahnen müssen Gebühren von etwa 4,50 Euro pro 100 Kilometer gezahlt werden. Die Tejo-Brücke kostet für Pkw etwa 4,50 Euro. Für Wohnmobile und Lkw gelten Staffelpreise. Gebührenfrei sind die Stadtautobahnen von Lissabon, Coimbra und Porto.
Autobahngebühr Polen Die Autobahn A4 von Katowitz nach Krakau (61 km) ist mautpflichtig. Die Gebühren betragen für Pkw, Minibusse und Wohnmobile etwa 2 Euro, für Lkw, Busse und Pkw über 3,5 Tonnen ca. 5 Euro. Teilstrecken der Autobahn kosten 1 Euro. Die Gebühren können nur bar in Landeswährung bezahlt werden.
Autobahngebühr Österreich Für die Benutzung der Autobahnen besteht Vignettenpflicht. Es gibt Jahres-, Zweimonats- und Zehn-Tages-Vignetten. Sie sind bei den deutschen Automobilclubs sowie an Tankstellen und Postämtern im Grenzbereich erhältlich.
Rechzeitig die Farbe wechseln!!!!! Statt 120 Euro Ersatzmaut sollen Vignettenvergehen künftig bis zu 4.000 Euro kosten. Also: Wer nicht pickt, der zahlt!
Sollte es, wie in dieser Jahreszeit leicht möglich, durch Steinschlag zu einem Scheibenbruch kommen, haften die Österreichischen Clubs: An allen Stützpunkten der Clubs wird der Antrag auf eine Ersatzvignette entgegengenommen und diese auch ausgegeben.
Die Preise für Pkw (bis 3,5 Tonnen): Jahresvignette: 72,60 Euro
Monats-Vignette: 21,80 Euro
Zehn-Tages-Vignette: 7,60 Euro
Maut für Transporter und Wohnmobile in Österreich (über 3,5 Tonnen)
Alle Fahrzeuge über 3,5 Tonnen müssen die Autobahngebühr streckenabhängig über die Go-Box zahlen. Das gilt auch für private, nicht gewerblichen Transporter sowie Wohnmobile. Die Box gibt es für 5 Euro an der Grenze. Die Kosten betrugen inklusive 20 % Umsatzsteuer pro Kilometer für zwei Achsen 0,156 Euro, für Dreiachser 0,218 Euro und für Vierachser 0,328 Euro. Wer sich in einer zu niedrige Achslastkategorie einstuft, zahlt 110 Euro Bußgeld, wer ganz ohne Box erwischt wird, 220 Euro.
Die Preise für Motorräder: Jahresvignette: 29 Euro
Zwei-Monats-Vignette:10,90 Euro
Zehn-Tages-Vignette: 4,30 Euro
Zusätzlich muss die normale Gebühr für bereits bestehende Mautstraßen bezahlt werden: für die Brenner- Autobahn etwa 8 Euro, die Tauern-Autobahn 10 Euro und die Arlbergtunnelstraße ca. 8,50 Euro. Der Felbertauerntunnel kostet 10 Euro, der Großglockner 26 Euro und der Karawankentunnel 4,40 Euro.
Autobahngebühr Schweden Die Öresund-Brücke zwischen Kopenhagen (Dänemark) und Malmö (Schweden) ist gebührenpflichtig und kostet für Pkw etwa 28 Euro, für Motorräder ca. 15 Euro. Es kann mit Kreditkarte oder bar gezahlt werden.
Autobahngebühr Schweiz Für die Benutzung von Autobahnen und ähnlichen Straßen (mit weiß-grüner Beschilderung) besteht Vignetten-Pflicht. Die Jahresvignette 27,00 Euro für Fahrzeuge und Anhänger bis zu einem Gesamtgewicht von je 3,5 Tonnen gilt 14 Monate und kann bei den Automobilclubs, an den schweizerischen Zollämtern, Postbüros, Tankstellen und Garagen erworben werden. Für einige Tunnels (mit Autoverladung) und für Bahnverladung gelten Extragebühren. Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen zahlen Staffelpreise.
Autobahngebühr Slowakische Republik Für Autobahnen und bestimmte Staatsstraßen wird eine Benutzungsgebühr erhoben, die Vignette gibt es an Grenzübergängen, in Postämtern der Kreisstädte und an Tankstellen in der Nähe der gebührenpflichtigen Straßen. Preise: Die Jahresplakette kostet für Pkw bis 1,5 Tonnen ca. 9 Euro, die 15-Tages-Plakette etwa 1,50 Euro. Vehikel mit einem Gewicht bis 3,5 Tonnen zahlen für das ganze Jahr 20 Euro, für 15 Tage 3 Euro.
Autobahngebühr Slowenien Die Höhe der Maut auf den Autobahnen beträgt 1 Euro 3 Euro. Zu Beginn dieser Strecken erhält man ein Ticket, das beim Verlassen des Abschnitts bezahlt wird. Sie können bar in Euro zahlen. Die Fahrt durch den Karawankentunnel kostet 6 Euro. Auf folgenden Autobahnen werden die Gebühren in der Mitte des mautpflichtigen Abschnittes verlangt: Naklo-Ljubljana an der Station Torovo, Vrtojba-Selo an der Mautstelle Bazara und Sentilj-Maribor an der Station Pesnica.
Autobahngebühr Spanien Sämtliche Autobahnstrecken sind gebührenpflichtig, außerdem verschiedene Tunnels und Brücken. Die Gebühren zählen zu den höchsten in Europa, pro 100 Autobahnkilometer sind etwa 8 Euro für Pkw fällig. Gebührenfreie Stadtautobahnen und -umfahrungen gibt es in Barcelona, Zaragoza, Madrid und Valencia, Girona und Tarragona. Gezahlt werden kann in bar oder mit gängigen Kreditkarten wie die Euro- bzw. Mastercard und die Visacard.
Autobahngebühr Tschechien Die Benutzung der Autobahnen und ähnlicher Schnellstraßen ist vignettenpflichtig. Es gibt Jahres-, Monats-, und Zehn-Tages-Vignetten. Die Plakette wird an den Grenzübergängen und im Land bei Postämtern, einigen Tankstellen und den Zweigstellen des tschechischen Automobilclubs UAMK verkauft. Die Jahresvignette gilt 14 Monate (vom 1. Dezember bis 31. Januar). Gebührenfreie Straßenabschnitte werden durch das Schild "Bez Poplatku" angezeigt.
Preise für Pkw bis 3,5 Tonnen Jahresvignette: ca. 22 Euro
Monatsvignette: ca. 6 Euro
Zehn-Tages-Vignette: ca. 3 Euro
Preise bis 12 Tonnen Jahresvignette: ca. 160 Euro
Monatsvignette: ca. 22 Euro
Zehn-Tagesplakette: ca. 8 Euro
Autobahngebühr Türkei Die Benutzung einiger Straßen und die Bosporusbrücken in Richtung Asien ist mautpflichtig. Die Gebühren liegen zwischen 0,50 und 1,50 Euro je nach Strecke.
Autobahngebühr Ungarn Die Autobahnen M1 Hegyeshalom - Budapest und M3 Budapest - Füzesabony sind Vignettenpflichtig. Die "Pickerl" gibt es an Grenzstellen, Tankstellen, Postämtern und beim Ungarischen Automobilclub MAK. Für eine Woche kostet die Vignette ca. 7,80 Euro, für einen Monat 13,10 Euro und für ein Jahr 119 Euro. Daneben gibt es noch die gebührenpflichtige M 5 (Budapest - Szeged), auf der die Vignetten gültig sind. Die Gesamtstrecke kostet 13 Euro. Neu zu den mautpflichtigen Strecken gehört die M 7 von Budapest bis Siofok am Plattensee. Wer ohne "Pickerl" erwischt wird, zahlt ein Bußgeld von 410 Euro.
Die Wochenvignette gilt für neun Tage. Zu den jeweiligen Vignetten gehört auch eine Magnetkarte. Auf Vignette und Magnetkarte muss das Autokennzeichen notiert werden.
Verkehrskontrollen im In- und Ausland
In den USA kann ein Abweichen vom Ritual gefährlich werden.
Verkehrskontrolle - Der Adrenalinspiegel steigt bei vielen Autolenkern rapide an, wenn der Polizist am Straßenrand mit der roten Kelle winkt. "War ich zu schnell?", "Habe ich ein Verkehrszeichen übersehen?", "Wo sind Pannendreieck und Autoapotheke?" schießt es vielen Lenkern durch den Kopf. Besonders unangenehm ist es, wenn man auf der Urlaubsfahrt im Ausland in eine Verkehrskontrolle kommt. "Kein Grund zur Panik. Ruhig und freundlich reagieren, das ist in allen Ländern zunächst das Wichtigste in dieser Situation!
Schon beim Beladen des Fahrzeuges mit Urlaubsgepäck sollte darauf geachtet werden, dass Pannendreieck und Apotheke griffbreit bleiben. Bei Leihwagen vor Fahrtantritt nachsehen, ob und wo die entsprechenden Utensilien aufbewahrt sind. Sobald man die Aufforderung des Beamten erkennt: In den Rückspiegel schauen, Tempo reduzieren, blinken, auf den zugewiesenen Platz fahren und den Motor abstellen. Radio leise drehen und Fenster öffnen. Bei Dunkelheit die Fahrzeug-Innenbeleuchtung einschalten.
Kein Grund, in Stress zu verfallen: Es gibt genug Zeit, um den Aufforderungen des Beamten nachzukommen und die verlangten Papiere zu präsentieren.
Verkehrskontrollen dienen in erster Linie der Verkehrssicherheit, eine Überprüfung durch die Exekutive darf man nicht als Schikane empfinden. Überschreitet der Beamte bei der Kontrolle aber seine Rechte, sollte man sich vorsorglich Namen, Dienstgrad und Dienstnummer mitteilen lassen.
Wer in einem anderssprachigen Land mit fremden Exekutivbeamten zu tun hat, ist natürlich verunsichert. Vor allem in den USA, wo eine Verkehrskontrolle eine stark ritualisierte Angelegenheit ist, müssen einige Verhaltensregeln beachtet werden: Keinesfalls aussteigen, sondern im Auto sitzen bleiben. Die Fensterscheibe herunterlassen, die Hände auf das Lenkrad legen und so auf den Beamten warten. Ein hektisches Suchen nach Papieren vor dessen Eintreffen könnte irrtümlich als Griff zur Schusswaffe verstanden werden.
Eigenes Verhalten, z.B. der Griff nach den Ausweispapieren, muss unbedingt angekündigt werden. Jede Abweichung vom Ritual kann bei den Polizisten eine Fehlinterpretation und für den Kontrollierten eine beachtliche Gefahr auslösen.
Wichtig ist, dem Exekutivbeamten möglichst rasch zu erklären, dass man Ausländer ist und gegebenenfalls Sprachprobleme hat!
Vor einer Autoreise ins Ausland verhelfen die länderspezifischen Verkehrsbestimmungen auf der Homepage des der Autofahrer Clubs zu einem Überblick. So müssen etwa in der Türkei zwei Pannendreiecke mitgeführt werden, in Kroatien ist der Transport von Reservekanistern im Auto strafbar und in Spanien, Italien und Portugal gilt wie in Österreich Warnwestenpflicht im Pannenfall.